Vortrag & Diskussion

Juris­tisch gleich, mora­lisch geach­tet, schlecht behandelt

Auch nach der längst erreich­ten recht­li­chen Gleich­stel­lung mit dem Mann, auch nach­dem Frauen heute die Mehr­heit der Abitu­ri­en­ten und dabei die mit den bes­se­ren Noten, in vie­len Stu­di­en­gän­gen die Mehr­heit der Stu­den­ten stel­len, nach­dem sie man­che vor­dem als Män­ner­do­mä­nen bekannte Berufs­fel­der erobert haben, gibt es noch immer genug Dis­kri­mi­nie­rung und sexu­elle Unter­drü­ckung des weib­li­chen Geschlechts.

Frauen füh­ren den Kampf dage­gen, indem sie der Män­ner­welt den Vor­wurf machen, nach wie vor den fäl­li­gen Respekt für die Selbst­be­stim­mung und eine selbst­be­wusste Rolle der Frau zu ver­wei­gern, in einem alten Den­ken und gest­ri­gen Rol­len­bil­dern der Geschlech­ter zu ver­har­ren. Mit der For­de­rung nach Respekt ren­nen die Prot­ago­nis­ten der Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit über­all – in Poli­tik, Öffent­lich­keit und schon gleich im aka­de­mi­schen Bereich – offene Türen ein.

Sieht man von ganz kon­ser­va­ti­ven Krei­sen, die vom tra­di­tio­nel­len Fami­li­en­bild nicht las­sen wol­len, und von den Kult­fi­gu­ren des Gangsta-​Rap ab, gibt es keine Stimme, die vor den Frauen als voll­wer­ti­gen, beruf­lich und über­haupt selbst­be­stimm­ten Mit­glie­dern der Gesell­schaft nicht den Hut zie­hen würde. Über­all gibt es Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte, Frau­en­för­de­rung und Frau­en­lehr­stühle; an Unis und im lin­ken Milieu ist das „Gen­dern“ ver­brei­tet: Durch die Modi­fi­ka­tion von Wör­tern und Gram­ma­tik besteht man dar­auf, dass in jedem Satz, in dem von mensch­li­chen Sub­jek­ten die Rede ist, der Frau noch ein­mal eigens gedacht und ihr die Ehre erwie­sen wird.

Woran liegt es dann, dass der all­ge­mein bekräf­tigte gute Wille nicht viel ändert an den sozia­len Benach­tei­li­gun­gen, Belei­di­gun­gen, An– und Über­grif­fen, die Frauen erfah­ren? Woran liegt es, dass die offi­zi­elle Moral sich von der prak­tisch geleb­ten so trennt? Anders gefragt: Haben die gesell­schaft­li­chen Posi­tio­nen und Rol­len, auf die die Frauen fest­ge­legt sind, nicht doch hand­fes­tere Gründe als frau­en­feind­li­che Vor­ur­teile der Män­ner, Gründe, denen man mit dem Ein­for­dern und Ablie­fern von Respekt­be­zeu­gun­gen über­haupt nicht beikommt?

Der Vortrag findet statt am im Gewerkschaftshaus. Weitere Informationen sind auf der Vortragsseite verfügbar.

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Buchempfehlung: Kritik der Betriebswirtschaftslehre

Kritik der Betriebswirtschaftslehre

Neu beim Gegen­Stand­punkt Ver­lag erschienen:

Kri­tik der Betriebs­wirt­schafts­lehre
Pla­nungs­re­geln für erfolg­rei­ches Wirt­schaf­ten in der kapi­ta­lis­ti­schen Kon­kur­renz

Wie wird gedacht in einer aka­de­mi­schen Dis­zi­plin, die kapi­ta­lis­ti­sche Aus­beu­tung als Lehr­be­ruf im Ange­bot hat und sich damit aller­größ­ter Nach­frage erfreut?

Das voll­stän­dige Inhalts­ver­zeich­nis ist online ver­füg­bar. Kri­tik der Betriebs­wirt­schafts­lehre ist ab sofort als Prin­t­aus­gabe und in diver­sen Ebook-​Formaten für 10€ erhält­lich. Wei­tere Infos gibt es auf der Verlag-​Seite, wo das Buch auch direkt bestellt wer­den kann.

Buchempfehlung: Gesundheit

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Am 7. Juni beim Gegen­Stand­punkt Ver­lag erschienen:

Gesund­heit
ein Gut und sein Preis

  • Warum man andau­ernd so viel für seine Gesund­heit tun muss
  • Die medi­zi­ni­sche Wis­sen­schaft und ihr Fehler
  • Staats­ziel Volks­ge­sund­heit – Fit­ness für dau­er­haf­ten Verschleiß
  • Gesund­heit als Ware – das Geschäft mit der Gesundheit

Das voll­stän­dige Inhalts­ver­zeich­nis (PDF) ist online ver­füg­bar. Gesund­heit ist ab sofort als Prin­t­aus­gabe und in diver­sen Ebook-​Formaten für 10€ erhält­lich. Wei­tere Infos gibt es auf der Verlag-​Seite.

Der aktuelle GegenStandpunkt

Gegenstandpunkt 4/19

Darin unter anderem:

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  • „Ein neuer Sozi­al­staat für eine neue Zeit“ Die SPD digi­ta­li­siert die Armutsbetreuung
  • Was Deutsch­land bewegt
  • Stein­mei­ers Pre­dig­ten „Es geht ein Riss durch unser Land“
  • Die Kon­kur­renz der Kapi­ta­lis­ten §12 Das Dogma vom Wachs­tum als gutem Zweck
  • Israel 2019
  • Die Frau im Kapi­ta­lis­mus – Juris­tisch gleich­ge­stellt, mora­lisch geach­tet, schlecht behandelt

Das voll­stän­dige Inhalts­ver­zeich­nis ist online ver­füg­bar. Der Gegen­Stand­punkt ist ab so­fort als Prin­t­aus­gabe für 15€ erhält­lich in unten­ste­hen­den Buch­hand­lun­gen. Der Gegen­Stand­punkt ist auch als digi­tale Aus­gabe für 10€ in den For­ma­ten .pdf, .epub und .mobi erhält­lich. Infor­ma­tio­nen dazu gibt es auf der Ver­lags­seite.

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Ist die Kon­struk­tion der Zukunft und das Fer­tig­wer­den für alle Zei­ten nicht unsere Sache, so ist desto gewis­ser, was wir gegen­wär­tig zu voll­brin­gen haben, ich meine die rück­sichts­lose Kri­tik alles Beste­hen­den, rück­sichts­los sowohl in dem Sinne, daß die Kri­tik sich nicht vor ihren Resul­ta­ten fürch­tet und eben­so­we­nig vor dem Kon­flikte mit den vor­han­de­nen Mächten.

Karl Marx